Kreta News – 4. Oktober 2026

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Unwetterlage auf Kreta klingt langsam ab

Die schwere Unwetterlage auf Kreta erreicht heute, Sonntag, 4. Oktober 2026, allmählich ihre letzte Phase. Nach der aktuellen Wetterentwicklung können vor allem bis in die Vormittagsstunden noch örtlich starke Regenfälle und Gewitter auftreten. Danach wird eine schrittweise Wetterberuhigung erwartet.

Die vergangenen Tage haben auf Kreta erhebliche Schäden durch Starkregen, Überschwemmungen, Erdrutsche und starke Winde verursacht. Die Behörden bleiben deshalb weiterhin aufmerksam, da die Böden nach den außergewöhnlich hohen Niederschlagsmengen gesättigt sind.

Erhebliche Schäden nach mehreren Tagen Starkregen

Die Unwetter haben insbesondere in den Regionalbezirken Rethymnon, Heraklion und Lasithi erhebliche Schäden verursacht. Überflutete Straßen, Schlamm und Geröll sowie beschädigte Verkehrswege haben die Erreichbarkeit einzelner Orte zeitweise stark beeinträchtigt.

Besonders schwer betroffen waren der bergige Mylopotamos im Regionalbezirk Rethymnon sowie Gebiete rund um Ierapetra im Osten Kretas.

Mylopotamos bleibt besonders betroffen

Im Gemeindegebiet Mylopotamos hat die wiederholte Überflutung von Straßen und Ortschaften zu erheblichen Schäden geführt. In Zoniana und weiteren Orten wurden Häuser, Fahrzeuge und Straßen von Wasser und Schlamm betroffen.

Der Gemeinde Mylopotamos wurde wegen der Schäden und der weiterhin bestehenden Gefahrenlage der Status eines zivilen Notstandsgebiets zuerkannt.

Die örtlichen Einsatzkräfte bleiben auch nach der Abschwächung der stärksten Niederschläge in Bereitschaft. Weitere Probleme können insbesondere durch nachlaufendes Wasser und mögliche Erdrutsche entstehen.

23 Menschen bei Ierapetra gerettet

In der Region Ierapetra mussten während der schweren Unwetter insgesamt 23 Menschen aus Fahrzeugen und Gebäuden gerettet werden. Besonders betroffen waren Ferma und Makry Gialos.

Die Wassermassen überfluteten Straßen und Gebäude innerhalb kurzer Zeit. Einsatzkräfte der Feuerwehr mussten zahlreiche weitere Einsätze wegen überfluteter Häuser und Geschäfte durchführen.

Auch vier deutsche Staatsangehörige wurden nach einer Notlage im Raum Ierapetra in Sicherheit gebracht. Die geretteten Personen wurden nach den bisher veröffentlichten Angaben sicher aus dem Gefahrenbereich gebracht.

Vier Menschen aus Agia Fotia gerettet

Auch im Bereich der Bucht von Agia Fotia bei Ierapetra mussten vier Menschen wegen der Überflutungen gerettet werden. Die einzige Straßenverbindung war durch die Wassermassen nicht mehr passierbar.

Die Personen wurden mit einem Boot der Küstenwache nach Makry Gialos gebracht. Nach den bisher veröffentlichten Angaben waren sie wohlauf.

Ein Todesopfer im Regionalbezirk Rethymnon

Die Unwetter haben im Regionalbezirk Rethymnon ein Todesopfer gefordert. Ein 80-jähriger Viehhalter wurde nach seinem Verschwinden tot aufgefunden.

Nach den bisher bekannten Angaben wurde er vermutlich von schnell fließenden Wassermassen mitgerissen. Die genaue Ursache wird durch die zuständigen Behörden untersucht.

Außergewöhnlich hohe Niederschlagsmengen

Die Regenfälle der vergangenen Tage haben auf Kreta außergewöhnlich hohe Mengen erreicht. In Anogia wurden mehr als 360 Millimeter Niederschlag gemessen.

Auch in anderen Bergregionen und im Norden der Insel wurden sehr hohe Niederschlagsmengen registriert. In der Region Chania wurden innerhalb kurzer Zeit ebenfalls mehrere hundert Millimeter Regen gemessen.

Die großen Wassermengen haben den Boden stark gesättigt. Dadurch bleibt auch nach dem Ende der stärksten Niederschläge die Gefahr von Erdrutschen und Überschwemmungen bestehen.

Straßen weiterhin teilweise gesperrt

Auf Kreta bestehen weiterhin lokale Straßensperrungen und Verkehrsbehinderungen. Betroffen sind vor allem Straßen, die durch Überschwemmungen, Schlamm, Geröll oder Erdrutsche beschädigt wurden.

Im Raum Ierapetra waren unter anderem Abschnitte der Verbindung zwischen Ierapetra und Sitia betroffen. Auch im Gebiet Mylopotamos sowie in weiteren Gemeinden mussten Straßen zeitweise gesperrt werden.

Urlauber sollten gesperrte Straßen nicht umfahren und überflutete Fahrbahnen keinesfalls durchqueren.

Gefahr durch Erdrutsche bleibt bestehen

Nach den starken Niederschlägen besteht weiterhin eine erhöhte Gefahr von Erdrutschen. Besonders betroffen sind Bergstraßen, Böschungen und Straßenabschnitte, an denen bereits Wasser oder Geröll abgegangen ist.

Auch wenn der Regen heute nachlässt, kann sich die Verkehrssituation deshalb kurzfristig verändern.

Autofahrer sollten insbesondere in Bergregionen langsam und aufmerksam fahren und auf neue Sperrungen achten.

Wanderungen und Schluchtentouren weiterhin nicht empfohlen

Die schweren Regenfälle haben viele Schluchten, Bäche und Wanderwege stark verändert. In gefährdeten Gebieten bestehen weiterhin Einschränkungen.

Wanderungen durch Schluchten sowie Touren entlang von Bächen und Wildwasserläufen sollten heute nicht unternommen werden. Auch der Fernwanderweg E4 kann durch beschädigte oder überflutete Abschnitte beeinträchtigt sein.

Für Urlauber ist es wichtig, die örtlichen Anordnungen und Sperrungen zu beachten und keine gesperrten Wanderwege zu betreten.

Starke Winde im Ägäischen Meer lassen nach

Die sehr starken nordöstlichen Winde, die in den vergangenen Tagen örtlich bis 8 oder 9 Beaufort erreichten, lassen heute allmählich nach.

Damit verbessert sich auch die Situation auf See. Dennoch können einzelne Auswirkungen der starken Winde auf Fähr- und Schiffsverbindungen weiterhin auftreten.

Fährverkehr normalisiert sich schrittweise

Nach den wetterbedingten Einschränkungen der vergangenen Tage wird mit einer schrittweisen Normalisierung des Fährverkehrs gerechnet.

Am Samstag begann nach dem Nachlassen der starken Winde die Wiederaufnahme mehrerer Verbindungen von den Häfen der Region Attika. Für Verbindungen nach Kreta waren wieder reguläre beziehungsweise angepasste Abfahrten vorgesehen.

Da die Wetterlage weiterhin Veränderungen zulassen kann, sollten Reisende den Status ihrer konkreten Fährverbindung vor der Fahrt zum Hafen überprüfen.

Flugverkehr war durch die Unwetter beeinträchtigt

Die schweren Wetterbedingungen haben in den vergangenen Tagen auch den Flugverkehr nach Kreta beeinträchtigt.

Am Flughafen Heraklion mussten mehrere Flüge wegen der Wetterbedingungen umgeleitet werden. Einige Maschinen wurden unter anderem nach Athen, Chania und Rhodos geführt. Mindestens ein Flug wurde nach Bodrum in der Türkei umgeleitet.

Mit der Wetterberuhigung wird eine Verbesserung der Situation erwartet. Für einzelne Flüge können jedoch weiterhin Verspätungen oder kurzfristige Änderungen auftreten.

Küstenbereiche von hohen Wellen betroffen

Die starken Winde führten an mehreren Küstenabschnitten zu hohen Wellen. Besonders an der Nordküste Kretas wurden Bereiche durch starken Seegang beeinträchtigt.

Am Hafen und an der Küstenzone von Chania wurden Schäden an Einrichtungen und touristischen Betrieben gemeldet.

Auch heute sollte bei Aktivitäten am Meer besondere Vorsicht gelten, solange noch starke Wellen und Wind auftreten.

Red-Code-Bereitschaft bleibt bis zur Wetterberuhigung bestehen

Die Region Kreta befindet sich weiterhin im höchsten Bereitschaftsstatus des Zivilschutzes. Die Maßnahme wurde wegen der außergewöhnlich starken Wetterentwicklung und der Gefahr von Überschwemmungen aktiviert.

Die Behörden beobachten weiterhin insbesondere die bereits geschädigten Gebiete. Je nach lokaler Situation können Straßen gesperrt, Bewegungen eingeschränkt oder weitere Warnungen ausgegeben werden.

Wetterbesserung im Tagesverlauf erwartet

Nach der aktuellen Wetterprognose können heute bis in die Vormittagsstunden noch örtlich starke Regenfälle und Gewitter auftreten. Danach soll sich das Wetter auf Kreta schrittweise beruhigen.

Für Montag und Dienstag wird insgesamt eine weitere Verbesserung erwartet. Einzelne lokale Regenfälle können jedoch insbesondere auf Kreta weiterhin auftreten.

Für Urlauber bedeutet dies, dass sich die allgemeine Wetterlage verbessert, die Folgen der vergangenen Unwetter aber noch mehrere Tage sichtbar und für den Verkehr relevant bleiben können.

Was Urlauber heute beachten sollten

Wer heute auf Kreta unterwegs ist, sollte weiterhin mit lokalen Straßensperrungen, beschädigten Verkehrswegen und möglichen Erdrutschen rechnen.

Überflutete Straßen, Bäche und Bereiche mit abfließendem Wasser sollten gemieden werden. Wanderungen in Schluchten und gefährdeten Bergregionen sollten erst wieder unternommen werden, wenn die jeweiligen Wege offiziell freigegeben und die örtlichen Gefahren abgeklungen sind.

Bei Flug- und Fährreisen sollte der aktuelle Status der konkreten Verbindung unmittelbar vor der Abfahrt geprüft werden.

Stand: 4. Oktober 2026

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