Achlada – Das fast verlassene Dorf
Achlada ist ein kleines Bergdorf im Norden Kretas und liegt etwa 18 Kilometer nordwestlich von Heraklion sowie rund 7 Kilometer von Agia Pelagia entfernt. Die Siedlung schmiegt sich an die Hänge der umliegenden Hügel und bietet einen weiten Blick über die Küstenlandschaft und das Kretische Meer.
Über viele Generationen war Achlada ein typisch kretisches Bauerndorf. Die Bewohner lebten überwiegend von der Landwirtschaft und bauten unter anderem Gemüse, Oliven und Wein an. Wie viele Dörfer auf Kreta veränderte sich jedoch auch Achlada im Laufe des 20. Jahrhunderts. Mit der zunehmenden Abwanderung in die Städte und den Tourismuszentren verließen zahlreiche Familien ihre Häuser auf der Suche nach neuen Arbeits- und Lebensmöglichkeiten.
Ein Dorf im Wandel
Heute ist Achlada zwar nicht vollständig verlassen, dennoch prägen zahlreiche unbewohnte und teilweise verfallene Gebäude das Ortsbild. Zwischen den noch bewohnten Häusern erinnern leerstehende Wohnhäuser, alte Höfe und schmale Gassen an das frühere Dorfleben.
In den vergangenen Jahren entstanden vereinzelt Projekte im Bereich Agrotourismus und nachhaltiger Tourismus, die dazu beitragen sollen, das Dorf wieder stärker zu beleben. Dennoch vermittelt Achlada bis heute einen authentischen Eindruck vom Wandel vieler ländlicher Regionen Kretas.
Wissenswertes
Ein Spaziergang durch Achlada bietet interessante Einblicke in die traditionelle Architektur und die Geschichte eines kretischen Bergdorfes. Viele Gebäude stammen aus einer Zeit, in der das Leben vollständig von der Landwirtschaft geprägt war.
Gerade der Kontrast zwischen bewohnten Häusern, restaurierten Gebäuden und verlassenen Anwesen macht den besonderen Charakter des Ortes aus.
Hinweis der Redaktion
Einige leerstehende Gebäude befinden sich in einem schlechten baulichen Zustand. Das Betreten erfolgt daher ausschließlich auf eigene Gefahr. Dächer, Treppen, Decken oder Mauern können einsturzgefährdet sein.
Darüber hinaus sollten die allgemein geltenden Grundsätze beim Besuch verlassener Orte beachtet werden:
- Gebäude nur betreten, wenn dies rechtlich zulässig ist.
- Das Eigentum anderer respektieren.
- Keine Gegenstände mitnehmen oder beschädigen.
- Keine Türen oder Fenster gewaltsam öffnen.
- Die Natur und den Ort unverändert hinterlassen.
Auch leerstehende Gebäude befinden sich in der Regel im Privatbesitz. Das Betreten ohne Erlaubnis kann – auch in Griechenland – rechtliche Konsequenzen haben.
Bilder und Text: Christoph Helfrich





